Wiedermal eine kleine Radl-Rundfahrt um den Nordwesten Münchens

Auch in der nächsten Umgebung gibt es immer wieder Neues zu entdecken: So ging es mir mir heute zum wiederholten mal, als ich näch längerer Zeit wiedermal eine kleine Rundfahrt (alles in allem wurden daraus 40 km) rund um den Nordwesten Münchens machte: Von Schwabing über Milbertshofen (den schönen Radweg, wo früher die Linie 12 fuhr), dann über Harthof nach Feldmoching und vorbei an Oberschleißheim zur Ruderregattastrecke; dann entlang des Dachau-Schleißheimer Kanals nach Karlsfeld und schließlich zum Waldschwaigsee und zurück über Karlsfeld S-Bahn, Allach, Fasanerie und Lerchenau nach Schwabing.

In der nähe der Ruderregattastrecke fand ich folgende Hinweistafel: RadlRing.JPGDer „RadlRing“ ist anscheinend ein Nebenprodukt der BUGA vom letzten Jahr. Und in der Tat: Die Beschilderung war wesentlich verbessert gegenüber vor zwei Jahren, als ich zum letzten mal eine ähnliche Rundtour machte. Und daneben eine erläuternde Tafel zu der sich in der nähe befindlichen Gewässerkreuzung zwischen Schwebelbach und Dachau-Schleißheimer Kanal (habe ich leider vergessen zu fotografieren). Bisher wusste ich nichteinmal, dass es so etwas wie Gewässerkreuzungen zwischen Kanälen im Münchner Norden gibt und auch nicht, dass das auf diesen Kanäle bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts Schiffe getreidelt wurden, sie also wichtige Transportwege waren. Man erfährt weiter, dass parallel zu allen Kanälen (und das waren wesentlich mehr als heute noch erhalten sind) Treidelwege angelegt waren und dass diese vor der Grundwasserabsenkung im 20. Jahrhundert im Zuge der agrarischen Kultivierung des Münchner Nordens einen wesentlich höheren Wasserspiegel hatten.

Schild Gewaesserkreuzung.JPG Gewaesserkreuzung_Schwebelbach_Schleissheimerkanal.JPG
Die Kreuzung von Schwebelbach und Dachau-Schleißheimer Kanal wurde anlässlich der BUGA entsprechend der historischen Art der Uferbebauung rekonstruiert.

Dem „RadlRing“ entlang des Dachau-Schleißheimer Kanals weiter folgend komme ich durch das Schwarzhölzl, ein ehemaliges Niedermoor, das nach Aufgabe der Mahd im 18. Jahrhundert mit Gehölzen zuwuchs und heute ein großenteils zugewachsenes Moor mit einzelnen Inseln darstellt – heute ein veritables Naturschutzgebiet. Auch hier gab es eine interessante Infotafel. Seinen Charakter als Mooer verlor das Gebiet endgültig durch die Anlage der Ruderregattastrecke für die Olympiade 1972 im Jahre 1970, was zu einem weiteren deutlichen Absinken des Grundwasserspiegels führte. Dadurch entstand auch der sog. „Schwarzhölzlberg“, ein Hügel aus dem Aushub der Regattastrecke. Auf ihm wurden durch „Mähgutübertragung“ aus der Garchinger Heide und dem Lochhauser Sandberg trockenliebende Arten angesiedelt.
Schwarzhoelzlberg_s.JPG Enzian_Schwarzhoelzl.JPG
Blick vom „Schwarzhölzlberg“ auf den Kiefernwald – und Enzian, der auf dem Hügel blüht.
Auf dem Rückweg vom Waldschwaigsee nach Karlsfeld kam ich an diesem Kürbisfeld mit Sonnenblumen in der Mitte vorbei, das ich wegen der schönen Farben einfach fotografieren musste:

Oelkuerbisse_Karlsfeld_s.JPG … und im Ausschnitt Oelkuerbisse_Karlsfeld_ausschnitt.JPG

Ein Kommentar to “Wiedermal eine kleine Radl-Rundfahrt um den Nordwesten Münchens”

  1. Walter schreibt:

    Auch in der Nähe der Stadt gibt es interessante Stellen und „wilde“ Natur zu entdecken.

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