Abschied vom Bodensee

Wie auch die vergangenen Jahre im Sommer fiel mir der Abschied nach einer geruhsamen Woche am Bodensee nicht leicht. Der Tag fühlte sich herbstlich an und es war für Vor- und Nachmittag Regen angesagt.

�berfahrt von KN nach Meersburg am 28.08.2006

Während der Überfahrt von Konstanz nach Meersburg regnete es ununterbrochen. Danach wurde es etwas besser. Und weil mein Rad trotz des Gepäcks „wie von selbst“ lief, nahm ich mir für den Fall, dass es bis Friedrichshafen ganz aufgehört haben sollte, vor dann noch weiter bis Lindau zu fahren. Das war dann auch der Fall; es kamen sogar ganz kurzzeitig einige Sonnenstrahlen wie durch Milchglas. Insgesamt blieb der Tag aber richtiggehend herbstlich.

Schloss Montfort in Langenargen/Bodensee. Blick über den Bodensee von Langenargen aus.

In Langenargen eine kurze Pause. Auf dem einen Bild ist Schloss Montfort zu sehen, seit der Römerzeit Standort einer Festungsanlage, dann ab dem 14. Jahrhundert „Veste Burg Argen“ der Grafen von Montfort, die nach dem Aussterben der Familie im 18. Jahrhundert verfiel und als Steinbruch verwendet wurde und dann wohl ein so romantisches Bild abgab, dass Annette von Droste-Hülshoff sich hinreißen ließ zu „Die herrliche Ruine Montfort auf einer Landzunge gelegen –, die schönste, die ich je gesehen habe“. Nachdem Langenargen württembergisch geworden war, ließ Wilhelm I. von Württemberg die Ruine abreißen und das neue Schloss Montfort im maurischen Stil als Sommersitz erbauen. Zeitgeist …
Auf dem zweiten Bild der Blick über den See: Im Hintergrund das Säntis-Massiv. Die Pflanzen im Vordergrund werden vom Westwind gebückt, dem Westwind, der mir an dem Tag das Fahren so erleichterte.

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