Wieder zurück…
Jetzt habe ich schon seit 4. August nichts mehr hier reingeschrieben – und ein befreundeter Blogger – www.cnmuc.de meinte, mein Blog sei ein Trauerspiel… — ganz unrecht hatte er nicht. Der Grund: Erst ziemlich viel Arbeit und ab 20. August – endlich – im Urlaub. Erst ein paar Tage am Bodensee und dann, vom 28.08. bis 9.9. in einer Gruppe von 10 Männern in Piemont auf der Grande Traversata delle Alpi, kurz: gta.
Die gta ist ein Weitwanderweg durch den südwestlichen Alpenbogen des Piemont, der insgesamt 68 Etappen umfasst. Die Wanderung führt von Tal zu Tal, meist auf alten Maultierpfaden und überschreiten Joche, die meist zwischen 1800 und 2500m hoch sind. Übernachtet wird meist im Tal in sogenannten “Posti Tappa”, also “Etappenposten”: Das sind meist einfache Herbergen und auch mal eine aufgelassene Volksschule – und immer wieder in Berghütten des Club Alpino Italiano – CAI. Es handelt sich bei der gta um ein Projekt des sanften Tourismus, der den von Abwanderung bedrohten und strukturschwachen Gebieten zusätzliche Einkünfte sichern soll, die dann auch dort bleiben (und nicht etwa, wenn man z.B. Skistationen bauen würde, in die Zentrale eines Tourismuskonzerns). In Deutschland bekannt gemacht wurde die gta seit 1985 von dem Geographieprofessor Werner Bätzing, der auch den Standardführer geschrieben hat.
Wir, meine Freunde und ich, gingen 12 Etappen der gta – und zwar von Molini Calasca bei Domodossola bis ins Val Gressoney, einem Nebental des Val d’Aoste. Seit meiner Rückkehr schiebe ich es vor mir her, einen ausführlichen Bericht zu schreiben (wie ich auch kaum dazu gekommen bin, hier zu schreiben); aber es wird noch werden. Zusammenfassend will ich nur sagen, dass das gta-Gehen ein einmaliges Erlebnis ist: Durch phantastische Gebirgs- und uralte Kulturlandschaften (ein Teil der gta führt über Hochalmen, die zurückgehen auf die Besiedlung durch die Walser, die wegen Überbevölkerung seit ca. 1250 aus dem Ober-Wallis nach Norden bis in das Allgäu – Kleinwalsertal – und nach Süden nach Piemont ausgewandert sind). Die Etappen waren sehr unterschiedlich in den Anforderungen: von Dreistundenwanderungen bis hin zu Gewaltmärschen mit einem Höhenunterschied von annähernd 2000m. Vor der Wanderung habe ich erwartet, auf dieser ein paar Kilo abzunehmen; das war ein Irrtum: Das Essen war so phantastisch und auch reichhaltig, dass daran trotz der täglich erbrachten körperlichen Leistung nicht zu denken war…
Ich habe auch ein wenig photographiert: Hier gibt es ein paar Aufnahmen.
Noch zwei Links zur GTA:
- www.gtaweb.de von Jörg Klingenfuss
- Infos von Werner Bätzing
- der Wikipedia-Artikel zur gta