2 mal “Neues” zum Thema Homosexualität aus Italien
Homophobie
Da glaubt man, man sei im falschen Film oder besser falschen Jahrhundert: Ein homophober Minister der italienischen Republik entrüstet sich über die europäische “Schwuchtel-Lobby”, weil ein Ausschuss des Europäischen Parlaments die ultrakonservativen, antihomosexuellen Aussagen des designierten Kommissars Buttiglione (Recht und Inneres) nicht widerspruchslos hingenommen hatte.
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Homosexualität teilweise (mind. 1/7) genetisch determiniert
Ebenfalls aus Italien kommen neue Forschungsergebnisse: Ein Gen, das die Frauen, die es besitzen, fruchtbarer macht, bewirkt bei Männern homosexualität. Der daraus entstehende Nachteil der geringeren Anzahl an Männern, die Nachkommen hervorbringen, wird durch die höhere Fruchtbarkeit der Frauen in diesen Familien ausgeglichen.
Ich will folgendes ergänzen: Das Stimmt auch mit ethnologischen Erkenntnissen überein, dass Homosexualität in allen Kulturen und zu jeder Epoche in gleicher Prävalenz aufgetreten ist und auftritt; und dass Homsexuelle in vielen Kulturen eine eigene Funktion in der jeweiligen Kultur hatten und haben. Für homophobe Kulturen wie viele südeuropäische und orientalische Kulturen kann konstatiert werden, dass ohnehin die meisten Homosexuellen in “zwangsheterosexuellen” Verhältnissen leben und Kinder zeugen (das gilt annähernd auch für Mitteleuropa: ein beträchtlicher Teil der Homosexuellen, die ich kenne, waren einmal verheiteratet und haben Kinder; bei den auf dem Land sozialisierten ist es die Mehrheit).
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