Ist John Ashcroft gefährlicher als Osama bin Laden? – fragt Richard Rorty

Dass so viele Menschen durch ein Verbrechen aus dem Leben gerissen wurden, war am 9.11.2001 ein Schock. Ebenso schockierend war für mich der Gedanke, dass die Anschläge Kräften am rechten Rand nur recht kommen könnten und so ganz real Gefahr für die Demoktratie drohte. Die Reaktionen der Bush-Administration in den Tagen und Wochen nach 9-11 bestärkten mich in dieser düsteren Einschätzung. Heute entdeckte ich in der Onlineausgaben der SZ einen Artikel von Ralf Berhorst über den US-Amrikanischen Philosophen Richard Rorty, der diese Befürchtungen weiter bestätigt. Was das erklärte Ziel der RAF in den 70ern war: das Gemeinwesen dadurch zu destabilisieren, dass man es zu immer größerer Repressivität zwang und somit – dialektisch – die Gegenbewegung/den Hass gegen das System in der Bevölkerung mobilisierte, scheint hier zu “funktionieren”.
Der Artikel in der SZ “Die Offene Gesellschaft auf dem Weg ins Antiquariat” von Ralf Berhorst ist auf jeden Fall lesenswert.

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