HauptschüleR, die verlorene Generation – ein lesenswerter SZ-Bericht aus einem Berufsvorbereitungsjahr in Hannover
Männlich, Hauptschüler und möglichst nichtdeutscher Herkunft: das scheinen die am meisten benachteiligten Faktoren zu sein, denen ein junger Mensch heute ausgesetzt sein kann. Und: Sie haben keine Lobby. Sie gelten als aggressiv, gelangweilt und unmotiviert. Aber kaum jemand fragt, was dahintersteckt; kaum jemand will sehen, dass hier junge Menschen, wenn sie Defizite aufweisen, nicht gefördert sondern links liegengelassen werden – und dass beim Umgang mit Aggressivität lediglich mit Repression gearbeitet wird. Und noch weniger wird gesehen, dass die Jungs Ressourcen haben, die oft ganz überraschend sind, und die man oft nur aufdecken und dabei helfen müsste, sie (z.B. beruflich) nutzbar zu machen. — Achja, um Einwänden, von Leuten, die mich nicht kennen, vorzubeugen: Ich arbeite mit solchen Jugendlichen und weiß wovon ich spreche.
Der kurze Bericht von Jeanne Rubner “Die Jungen – das schwache Geschlecht” in der heutigen SZ, Online-Ausgabe wirft ein Schlaglicht auf die Situation dieser “verlorenen Generation”.